Tipps & Insights

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Die meisten Unternehmen entwickeln sich auf der Ebene der Bedürfnisse, weil es sich verantwortungsvoll anfühlt. Es ist vertretbar und lässt sich klar erklären. Man kann es in einer Präsentation darstellen. Man kann Preise und Funktionen rechtfertigen. Aber Märkte bewegen sich nicht auf der Ebene der Rechtfertigung. Sie bewegen sich auf der Ebene der Sehnsucht.
Investoren überweisen nicht nach einer einzigen Nachricht Geld. Sie unterstützen Menschen, die ihnen unangenehm sind, die sie kennen, denen sie vertrauen und mit denen sie gerne Zeit verbringen.
Genau da beginnt die eigentliche Kapitalbeschaffung – nicht mit dem Geldeingang auf dem Konto, sondern mit einer über die Zeit aufgebauten Beziehung.
Du hast eine großartige Startup-Idee. Vielleicht hast Du sogar schon erste Erfolge erzielt. Doch ein Investor nach dem anderen, mit dem Du Dich triffst, lehnt eine Investition in Dein Startup ab. Und Du kannst nicht herausfinden, was Du falsch machst.

Die Realität ist, dass wir glauben, Investoren das zu sagen, was sie hören wollen, während wir ihnen genau das sagen, was sie nicht hören wollen. Ich werde Dir die zehn Warnsignale nennen, die Du unabsichtlich an Investoren sendest.
Als ich mit meinem Social-Media-Unternehmen anfing, machte ich den klassischen Fehler, allen gerecht werden zu wollen. Ich sagte jedem Projekt, jeder Anfrage und jedem „vielleicht funktioniert das ja”-Angebot zu. Ich war froh, etwas Geld auf meinem Konto zu sehen.
Das Ergebnis? Verstreute Energie. Halbherzige Lösungen, Überlastung. Kunden, die mich nicht wirklich verstanden haben.
Die meisten Gründungs-Stories klingen ähnlich: Sie erzählen von der Idee, dem Marktproblem und der Lösung. Sachlich korrekt – aber oft emotional leer. Strukturierte Geschichten helfen Dir, komplexe Ideen verständlich und einprägsam zu vermitteln. So entsteht eine Geschichte, die im Gedächtnis bleibt, nachvollziehbar ist und Vertrauen schafft – egal, ob Du vor Investor/innen, Kund/innen oder Geschäftspartner/innen präsentierst.
Es gibt einen Grund dafür, dass Menschen 5.000 Dollar für eine Tasche ausgeben, obwohl sie dieselben Dinge auch in einer für 50 Dollar transportieren könnten. Die Psychologie des Begehrens steht im Mittelpunkt des Brandings… sie ist es, die ein Unternehmen in eine Identität, ein Logo in einen Lebensstil und ein Produkt in ein Spiegelbild dessen verwandelt, wer wir werden wollen.
Man hört oft, Marketing sei einfach nur Kommunikation. Das stimmt nicht. Es ist strategische Kommunikation mit einer bestimmten Absicht – Einfluss zu nehmen, zu überzeugen, zum Handeln anzuregen. Und diese Absicht hat immer auch eine moralische Dimension. Denn letztendlich dreht sich Marketing um Vertrauen. Und Vertrauen ist zerbrechlich. Jedes Mal, wenn man zu Tricks, Halbwahrheiten oder künstlicher Dringlichkeit greift, um einen Verkauf abzuschließen, untergräbt man es.
In der Gründerszene hörst Du ständig: „Du brauchst unbedingt eine Mitgründerin oder einen Mitgründer.“ Dieser Druck ist enorm – auf Events, in Accelerator-Programmen oder auf LinkedIn. Viele stürzen sich in Partnerschaften, ohne gründlich zu prüfen, ob sie wirklich zusammenpassen. Aber genau hier liegt die Gefahr: Ein Fehlgriff bei der Gründung kann Dein Unternehmen mehr kosten als gar kein Mitgründer oder Mitgründerin.
Viele Gründer/innen messen ihren Erfolg anhand von Umsatz, Nutzerzahlen oder Social-Media-Followern. Doch diese sogenannten „Vanity Metrics“ können trügerisch sein. In den frühen Phasen eines Start-ups sind es oft andere Kennzahlen, die den tatsächlichen Erfolg vorhersagen.
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